Befreit aufspielen gegen den Tabellennachbarn

SG H2Ku empfängt am Samstag Schwäbisch Gmünd und hat noch etwas gutzumachen

Nach den positiven Auftritten in der englischen Woche können die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg deutlich entspannter in das Heimspiel gegen den TSB Schwäbisch Gmünd gehen. Gegen den Tabellennachbarn ist dennoch genug Motivation vorhanden, schließlich hat die Gerstlauer-Sieben noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen.

Im Herbst des vergangenen Jahres war das Duell der beiden Mannschaften in der Gmünder Sporthalle eine relativ einseitige Angelegenheit. Mit 31:36 unterlag die SG H2Ku deutlich und auch verdient. „Das war einer unserer schlechteren Auftritte“, hat Fabian Gerstlauer keine guten Erinnerungen an die Partie. Die Gastgeber schoben sich damals nach dem Sieg und den damit verbundenen 14:6 Punkten in den Bereich der Aufstiegsränge. Konstanz in den Leistungen ist allerdings seither trotzdem nicht eingezogen, mit 28 Pluspunkten rangieren die Gäste inzwischen einen Platz hinter den Herrenbergern auf dem neunten Rang.

Trotz der Platzierung lässt sich Fabian Gerstlauer nicht von der Qualität des Gegners täuschen. „Mit Nicola Rascher verfügt Schwäbisch Gmünd über einen der besten Spielmacher der Liga“, muss auch der Herrenberger Coach anerkennen. „Mit Daniel Mühleisen im Tor, den beiden Außen Zimmermann und Bächle sowie den Rückraum um Tom Abt und Andreas Maier verfügt der Gegner zudem insgesamt über eine hohe Qualität“.

Während die Gäste noch einige Punkte für den sicheren Klassenerhalt benötigen und davon zwei aus Herrenberg mitnehmen möchten, haben die H2Ku-Männer dieses Ziel faktisch schon erreicht. Rechnerisch ist zwar noch ein Zähler möglich, die 5:1 Punkte aus der englischen Woche waren aber sieben Spieltage vor dem Ende auch für Trainer Gerstlauer vorentscheidend. Deshalb gab es nach dem Doppelpunktgewinn am Sonntag auch zwei Tage trainingsfrei. Stattdessen stand unter anderem als Regeneration der gemeinsame Besuch einer Therme auf dem Programm.

Das heißt nun aber nicht, dass die Mannschaft die Saison locker ausklingen möchte. Im Gegenteil, die Lockerheit soll eher zu noch mehr Erfolgserlebnissen führen. Allerdings kann Fabian Gerstlauer erneut nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Neben dem langzeitverletzten Joshua Stöffler stehen auch Georg Mohr und Michael Fangerow nach muskulären Verletzungen für mindestens zwei Partien nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Marvin Seeger ist mehr als fraglich. Der Linksaußen konnte unter der Woche nach einer fiebrigen Erkältung nicht trainieren.

Somit dürfte wieder es wieder einmal etwas mehr Platz auf der Auswechselbank der Herrenberger geben. Auch wenn es im Laufe der Spielzeit immer wieder Ausfälle im H2Ku-Kader gab, ist der Trainer froh, dass es mit dem Kreuzbandriss von Joshua Stöffler nur eine schwere Verletzung gab. Für das Spiel gegen Schwäbisch Gmünd erwartet Fabian Gerstlauer aber noch einmal vollen Einsatz. Zum einen steht danach das spielfreie Osterwochenende an, zum anderen will sich die Mannschaft mit einem guten Auftritt für die Hinspielniederlage rehabilitieren.