Daumen hoch zur Halbzeit

Crowdfunding-Projekt der SG H2Ku Herrenberg stößt auf eine riesengroße Resonanz

Es ist gerade einmal die Hälfte der Strecke absolviert, trotzdem können die Organisatoren der SG H2Ku Herrenberg schon jetzt ein erstes positives Fazit ziehen – auch wenn dies erst einer Zwischenbilanz gleichkommt.

Zu Beginn stand die Idee, in den schwierigen Coronazeiten weggebrochene Einnahmen und in naher Zukunft mögliche Ausfälle zu kompensieren. Nach wochenlanger Vorbereitung ging das vierwöchige Crowdfunding – eine Art Gruppenfinanzierung mit vielen Unterstützern – vor genau zwei Wochen an den Start. 30 000 Euro lautete das ambitionierte Ziel. Vergleicht man dies mit anderen Projekten von Sportvereinen, findet man nur wenig vergleichbares. Nicht ganz grundlos, denn bei einem Nichterreichen der Zielsumme gibt es keinen einzigen Euro und das Geld geht komplett an die Unterstützer zurück. Und doch scheint sich der Mut zum Risiko auszuzahlen. „Wir waren natürlich optimistisch“, so Mitorganisator Alexander Zürn, Herrenbergs Rechtsaußen. „Dass es aber so gut anläuft, hätten wir nicht erwartet“. Schon am ersten Tag waren die ersten zehntausend Euro eingespielt. Nach einer Woche waren es dann zwanzigtausend. Mittlerweile zählt das Projekt über dreihundert Unterstützer.

Zur Halbzeit nun stehen die Macher des Crowdfunding scheinbar uneinholbar auf der Zielgeraden. Dass es in der zweiten Woche am Button der Crowdfunding-Plattform etwas ruhiger zuging als zuvor, ist zwar nicht verwunderlich, bestätigt den zweiten Ideengeber der Aktion neben Zürn aber in seiner Motivation. „Gerade jetzt müssen wir am Ball bleiben, damit uns nicht noch die Luft ausgeht“, betont Nicolas Rhotert, der Torhüter der Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg. Denn auch wenn die Zielsumme von dreißigtausend Euro vorzeitig erreicht werden sollte, ist das Crowdfunding-Projekt damit noch nicht beendet, erst am 27. Juli wird abgerechnet. Vorstandsprecher Jan Rhotert erklärt auch die Motivationslage, bis zum letzten Tag um jeden Euro zu kämpfen: „Die letztlich eingespielte Summe kommt dem kompletten Spielbetrieb von H2Ku zugute. Sowohl die Jugend als auch die Aktivenbereiche profitieren. Daher werden wir auch in den kommenden beiden Wochen nicht nachlassen“.

Wie dies aussieht, davon kann sich jeder selbst ein Bild auf der Crowdfunding-Plattform ein Bild machen. Lukrative, aber auch originelle Prämien sind dort zu finden. Und täglich wird aktualisiert. Inzwischen klopfen auch Firmen und Privatpersonen aus eigenem Antrieb an die Tür des Herrenberger Vereins an und bieten ihre Mithilfe an. „Das macht uns natürlich besonders stolz und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Jan Rhotert. Und so können Alexander Zürn, Nicolas Rhotert und die anderen Organisatoren auch versichern, bis zum wirklich letzten Tag attraktive Prämien bereitzustellen. Die Maschinerie dazu im Hintergrund läuft entsprechend auf Hochtouren.

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